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Übersicht zur Studie: PISA 2003 - Programme for International Student Assessment

Studie: PISA 2003 - Programme for International Student Assessment
Zugehörige Erhebungen:
Abstract: PISA wird von der Organisation for Economic Co-operation and Development (OECD) initiiert und durchgeführt. Generelle Zielsetzung ist es, OECD-Staaten Indikatoren für Wissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten von 15-Jährigen Schülerinnen und Schülern in den Bereichen Leseverständnis, Mathematik und Naturwissenschaften in Zeitreihe zur Verfügung zu stellen. Darüber hinaus werden bereichsübergreifende Basiskompetenzen ("cross-curricular competencies"), die für methodisches, selbstreguliertes und kooperatives Lernen bzw. Arbeiten notwendig sind, sowie zentrale motivationale Kennwerte erfasst. Die Ergebnisse werden unter Berücksichtigung soziodemographischer Merkmale von Schülern und Schulen sowie der Lerngelegenheiten und Instruktionsprozesse in Schulen interpretiert. Für PISA 2003 entwickelte ein internationales Konsortium unter der wissenschaftlichen Leitung des Australian Council for Educational Research (ACER) das Testinstrumentarium, welches in den teilnehmenden Ländern eingesetzt und vorab im PISA-Feldtest (2002) erprobt und den Befunden entsprechend modifiziert wurde. Die international entwickelten Instrumente umfassen Leistungstests in den Kompetenzbereichen Mathematik, Naturwissenschaften, Lesen und Problemlösen als CCC-Komponente sowie einen Schüler- und einen Schulfragebogen - der inhaltliche Schwerpunkt lag bei PISA 2003 auf der Erfassung der mathematischen Kompetenz. Zielpopulation waren wie bereits bei PISA 2000 15-jährige Schülerinnen und Schüler. Um möglichst viele Bereiche umfassend abzudecken und dabei die Testzeit in einem zumutbaren Rahmen zu halten, verwendet PISA ein Multi-Matrix-Design. So erhalten die Schülerinnen und Schüler unterschiedliche Testhefte. Auch der Fragebogen zum Schulkontext, den die Schulleitungen ausfüllten, erhielt eine mathematikspezifische Akzentuierung. Die Fragen richteten sich auf Strukturmerkmale, materielle und soziale Ressourcen, aber auch auf Unterrichtsbedingungen. In Deutschland wurde die Möglichkeit genutzt, die PISA-Studie durch nationale Erweiterungen auszugestalten. Eine dieser Optionen ist die Erweiterung der Stichprobe für den Vergleich der Länder der Bundesrepublik Deutschland (PISA-E). Die Eltern der für die internationale Stichprobe ausgewählten Schülerinnen und Schüler wurden gebeten, einen Fragebogen auszufüllen. In Deutschland verteilen sich die 15-jährigen auf mehrere Klassenstufen aufgrund von Unterschieden beim Einschulungsalter und Klassenwiederholungen. Um Aussagen über das Wissen und Können deutscher Jugendlicher gegen Ende der Pflichtschulzeit treffen zu können, wurden daher in 220 Schulen ganze Klassen der Jahrgangsstufe 9 einbezogen. Insgesamt wurden ca. 40.000 Schülerinnen und Schüler in die Studie einbezogen. Die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 9 wurden nach einem Jahr erneut getestet (PISA-I-Plus). Die Wiederholungstestung fand im Frühjahr 2004 in den 10. Klassen statt. Die Messwiederholung 2004 diente dazu, im Längsschnitt Erklärungsmodelle für Kompetenzentwicklung im Bereich Mathematik zu überprüfen. Ziel der Ergänzungen war es, Ursachen für interindividuelle Leistungsunterschiede und Ansatzpunkte für konstruktive Interventionsmaßnahmen aufzufinden. Weiterhin wurde mit den Ergänzungen gewährleistet, dass Stoffgebiete und Problemstellungen, die in deutschen Schulen gelehrt werden, aber in den internationalen PISA-Tests nur unzureichend repräsentiert waren, getestet wurden.
Studienleitung: Prenzel, Manfred
Koordination: Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik
Beteiligte: Baumert, Jürgen / Blum, Werner / Knoll, Steffen / Lehmann, Rainer / Leutner, Detlev / Neubrand, Michael / Pekrun, Reinhard / Prenzel, Manfred / Rost, Jürgen / Schiefele, Ulrich / Sibberns, Heiko / Waschk, Anja
Website: http://pisa.ipn.uni-kiel.de/pisa2003/index.html
Beteiligte Institutionen:
Förderung: Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), Kultusministerkonferenz
Laufzeit: 2003 - 2004
Studiendesign: Längsschnitt
Erhebungsmethode: Fragebogen - papierbasiert
Erhebung(en): 2003
Stichprobe: Lehrkräfte, Schüler, Eltern, Schulleiter
Erhebungsraum: Deutschland, OECD-Staaten
Studienbezogene Publikationen:
  • Prenzel, Manfred / Baumert, Jürgen / Blum, Werner / Lehmann, Rainer / Leutner, Detlev / Neubrand, Michael / Pekrun, Reinhard / Rolff, Hans-Günter / Rost, Jürgen / Schiefele, Ulrich: PISA 2003. Der Bildungsstand der Jugendlichen in Deutschland – Ergebnisse des zweiten internationalen Vergleichs , Münster: Waxmann 2004 , ISBN: 3-8309-1455-5
    Titel in FIS-Bildung
  • Prenzel, Manfred / Baumert, Jürgen / Blum, Werner / Lehmann, Rainer / Leutner, Detlev / Neubrand, Michael / Pekrun, Reinhard / Rost, Jürgen / Schiefele, Ulrich: PISA 2003 Der zweite Vergleich der Länder in Deutschland – Was wissen und können Jugendliche? S. 416 , Münster: Waxmann 2005 , ISBN: 3-8309-1560-8
    Titel in FIS-Bildung
  • Lernen für die Welt von morgen Erste Ergebnisse von PISA 2003 , Paris: OECD 2004 , ISBN: 3-8274-1637-X
    Titel in FIS-Bildung
  • Problem Solving for Tomorrow’s World First Measures of Crosscurricular Competencies from PISA 2003 , Paris: OECD 2004 , ISBN: 92-64-00642-7
    Titel in FIS-Bildung
  • PISA 2003 Technical Report , Paris: OECD 2005 , ISBN: 92-64-01053-X
    Titel in FIS-Bildung
  • PISA 2003 Data Analysis Manual , Paris: OECD 2005 , ISBN: 92-64-01063-7
    Titel in FIS-Bildung
  • Prenzel, Manfred / Baumert, Jürgen / Blum, Werner / Lehmann, Rainer / Leutner, Detlev / Neubrand, Michael / Pekrun, Reinhard / Rost, Jürgen / Schiefele, Ulrich: PISA 2003 Untersuchungen zur Kompetenzentwicklung im Verlauf eines Schuljahres , Münster: Waxmann 2006 , ISBN: 978-3-8309-1700-7
    Titel in FIS-Bildung
Zusätzliche Materialien:
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